Neue Apotheken Illustrierte - NAI Content Service

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Übersicht: Neue Apotheken Illustrierte (15. April 2011)
Senioren: Frühjahrsputz für die Hausapotheke
Wie Heilpflanzen die Venen stärken
Wellness für Diabetiker
Melanotan - Vorsicht vor angeblichem Wundermittel!
Senioren: Frühjahrsputz für die Hausapotheke
Bei Arzneimitteln heißt es »verwendbar bis«, und das ist auch genau so gemeint. Nach Ablauf des angegebenen Datums gehört ein Arzneimittel nicht mehr in die Hausapotheke. Bei Lebensmitteln sieht das anders aus. Darum findet man dort auch die Angabe: »mindestens haltbar bis«. Was man beim Frühjahrsputz in Sachen Apothekerschränkchen beachten sollte, erklärt die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. April 2011.
Auch bei Pflastern ist man gut beraten, das angegebene Verfalldatum zu beachten. Zwar kleben Wundschnellverbände danach auch noch. Beim Entfernen stellt man jedoch fest: Man bekommt die Pflasterreste nur mit Mühe wieder von der Haut.
Standortfrage klären. Bevor man das Schränkchen wieder einräumt und Fehlendes ergänzt, lohnt ein kritischer Blick. Lagern die Arzneimittel dort wirklich kühl und trocken? In Küche und Bad ist das kaum der Fall. Eine unauffällige Ecke in einem kühlen Flur oder im Schlafzimmer eignet sich da besser.
www.nai.de/senioren_putz04b.html

Quelle: Neue Apotheken Illustrierte (15.04.2011)
Internet: www.nai.de

Wie Heilpflanzen die Venen stärken
Heilpflanzenextrakte helfen den Venen besser, wenn man sie einnimmt als die Beine damit einzureiben. Manche Wirkstoffe, wie zum Beispiel Aescin aus der Rosskastanie, sind zu groß, um durch die Haut an die Venen zu gelangen, wie Studien gezeigt haben.
Krampfadern beseitigen kann man mit Hilfe dieser Arzneimittel freilich nicht. »Hauptursache für Krampfadern ist eine angeborene Bindegewebsschwäche«, erläutert Gefäßchirurg Dr. Klaus Hörnig, Oberarzt am Krankenhaus Buchholz. Darüber hinaus gebe es viele Faktoren, die die Entstehung begünstigten. Bewegungsmangel und Übergewicht gehören dazu, aber auch Schwangerschaften sowie stehende und sitzende Berufe.
Pflanzliche Arzneimittel können die Beschwerden lindern. Sie dichten zum Beispiel löchrige Venenwände ab. Das vermindert Schwellungen durch Flüssigkeitsansammlungen. Extrakte aus Rosskastanie, rotem Weinlaub, dem japanischen Schnurbaum oder dem Mäusedorn haben ihre Wirksamkeit in Studien bewiesen. Diese Präparate gibt es in der Apotheke.
www.nai.de/apoinfo_04B_heilvene.html

Quelle: Neue Apotheken Illustrierte (15.04.2011)
Internet: www.nai.de

Wellness für Diabetiker
Mit dem richtigen Programm für ein Wohlfühlwochenende sorgen Diabetiker für einen guten Start in die neue Woche. Und sie sorgen für Ausgeglichenheit: nicht nur von Köper und Geist, sondern auch des Blutzuckers. Der Genuss steht dabei an erster Stelle. Wie das geht, berichtet die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. April 2011.
Endlich Zeit, in Ruhe etwas Leckeres zu kochen. Wochenlang hat der Alltagsstress dies verhindert. Ausgiebiges Stöbern in Kochbüchern und gemütliches Einkaufen auf dem Markt sorgen am Wochenende für eine zusätzliche Portion Vorfreude. Eine leichte Mahlzeit aus Geflügel und Gemüse strapaziert den Blutzucker nicht und macht Lust auf einen Frühlingsspaziergang.
Aus dem Badezimmer wird eine Wohlfühloase: Duftkerzen, die Lieblingsmusik und wohlige Wärme sorgen für die richtige Atmosphäre, ein rückfettender Badezusatz verwöhnt die Haut. Nachher nicht abrubbeln, sondern die Haut vorsichtig trockentupfen. Eine Extraportion Feuchtigkeit pflegt die Haut, trockenen Füßen helfen spezielle Harnstoffhaltige Cremes. Wichtig: Die Füße sorgfältig auf kleine Verletzungen und Druckstellen inspizieren, am besten zu zweit oder allein mit einem Spiegel.
www.nai.de/diabetiker_wellness04b.html

Quelle: Neue Apotheken Illustrierte (15.04.2011)
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Melanotan - Vorsicht vor angeblichem Wundermittel!
Frühling - Sonne - Braunwerden. Wer den Sonnenbrand scheut, lässt sich vielleicht verführen, Wundermittel zur Hautbräunung auszuprobieren. Die aktuell im Internet beworbene »Barbie-Droge« Melanotan kann jedoch die Gesundheit massiv gefährden. Anlässlich eines besorgniserregenden Zwischenfalls warnen die Apotheker eindringlich vor der Anwendung dieser Substanz. Melanotan ist ein Abkömmling eines körpereigenen Hormons und wird auch zur Gewichtsreduktion, zur Steigerung der Libido und gegen Potenzstörungen angepriesen. Melanotan ist nicht als Arzneimittel zugelassen; sein Vertrieb ist illegal.
»Skrupellose Geschäftemacher nutzen menschliche Sehnsüchte immer wieder schamlos aus«, sagt Professor Dr. Martin Schulz, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) und verweist auf die Apotheke als besseren Ort der Beratung, auch zur durchaus empfehlenswerten künstlichen Bräunung aus der Tube. Die Bundesapothekerkammer (BAK) hatte bereits im Oktober vorigen Jahres öffentlich vor Melanotan gewarnt.
Die Anwendung von Melanotan kann das Immun- und das Herz-Kreislauf-System schädigen. Gesundheitsprobleme wie Erbrechen, hoher Blutdruck und Rötungen im Gesicht können auftreten. Bereits bestehende Muttermale können sich verdunkeln, das erschwert die ärztliche Diagnose möglicherweise auftretender Entartungen. Einige Präparate sollen selbst unter die Haut gespritzt werden, was zusätzlich ein hohes Risiko für Infektionen birgt. Das Giftinformationszentrum Nord (GIZ) berichtet derzeit von einer Patientin, die kürzlich wegen Schmerzen im Bauchraum, Schweißausbrüchen, Übelkeit, Kopfschmerzen und Erbrechen in ein niedersächsisches Krankenhaus eingeliefert wurde. Sie hatte sich offenbar 15 Milligramm Melanotan im Internet gekauft und unter die Haut gespritzt.
Die Schönheit der Beine lässt sich, ohne die Gesundheit zu gefährden, beispielsweise durch Bräunungscremes unterstützen. Besonders, wer einige ungefährliche Besenreiser unauffälliger wirken lassen will, ist damit gut beraten. Es kommt eben sehr darauf an, was man nimmt. Und das erklärt der Apotheker oder die Apothekerin immer noch am besten.

Quelle: Neue Apotheken Illustrierte (15.04.2011)
Internet: www.nai.de
