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Hepatitis B (Leberentzündung / Gelbsucht) - Schutzimpfung

Hepatitis B
(Leberentzündung / Gelbsucht)

Hepatitis (Leberentzündung, Gelbsucht) wird durch Viren verursacht, die in verschiedene Typen (A, B, C, D, E und G) eingeteilt werden. Das Hepatitis-B-Virus (HBV) spielt weltweit wegen seiner Verbreitung und der Schwere der von ihm verursachten Leberentzündung eine besondere Rolle. Die Erkrankung wird ausschließlich von Mensch zu Mensch übertragen, im Wesentlichen durch Kontakt mit Blut und anderen Körperflüssigkeiten (zum Beispiel Samenflüssigkeit oder Scheidensekret). Die darin enthaltenen Viren können über kleine Verletzungen in Haut und Schleimhaut in den Organismus eindringen. Ungeschützter Geschlechtsverkehr und Drogenmissbrauch (unsaubere Spritzen) sind die häufigsten Infektionsursachen. Aber auch intensiver alltäglicher Kontakt in der Familie, wie er etwa zwischen Mutter und Kleinkind oder unter Spiel- und Schulkameraden stattfindet, birgt Ansteckungsgefahren.

Die Hepatitis kann mit unspektakulären Allgemeinsymptomen, die einer Grippe ähneln, beginnen, häufig begleitet von Übelkeit und Erbrechen. Eine direkte Behandlung ist nicht möglich.

Bei etwa einem Prozent der Erkrankten führt ein rasanter Krankheitsverlauf innerhalb kurzer Zeit zur völligen Zerstörung der Leber mit tödlichem Ausgang.

Die überwiegende Zahl der akuten Erkrankungen heilt jedoch von alleine völlig aus. Bedrohlich ist die Hepatitis B vor allem deshalb, weil sie einen chronischen Verlauf nehmen kann, der sich umso häufiger entwickelt, je jünger die Patienten sind. Bei Säuglingen und Kleinkindern beträgt dieses Risiko 90 Prozent, bei Erwachsenen 10 Prozent. Eine chronische Hepatitis führt zur Leberverhärtung (Leberzhirrhose), die nicht heilbar ist und die Entwicklung von Leberkrebs begünstigt. Es gibt zahlreiche Patienten mit einer chronischen Hepatitis B, die nichts von ihrer Erkrankung wissen, die aber das Virus weitergeben können. In Deutschland liegt diese Zahl bei etwa 0,8 Prozent der Bevölkerung. Die Hepatitis B hat in den letzten 15 Jahren deutlich zugenommen. Die höchste Steigerung der Ansteckungsfälle wird in der Altersgruppe der 15- bis 25-jährigen registriert. Diesem Trend und der Gefährdung für den Einzelnen wird seit 1995 mit der Aufnahme der Hepatitis B-Impfung in den Impfkalender (allgemein empfohlene Schutzimpfungen) begegnet.

Darin ist zur Grundimmunisierung eine Impfserie von insgesamt drei Injektionen vorgesehen, die im 3. und 5. sowie im 12. - 15. Lebensmonat erfolgen sollten. Für Neugeborene von Müttern, die das Hepatitis-Virus tragen oder deren Blutwerte nicht bekannt sind, gelten abweichende Empfehlungen (siehe Impfkalender).

 
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