Folsäure - das "Schwangerschaftsvitamin"
Ein
Mangel an Folsäure ist
erwiesenermaßen einer der Gründe
für Fehlentwicklungen des
Rückenmarks und des Zentralnervensystems
durch sogenannte Neuralrohrdefekte,
wie zum Beispiel Spina bifida
(offener Rücken). Da diese
Defekte bereits sehr früh während
der Embryonalentwicklung auftreten
(während der ersten 4 Wochen nach
der Empfängnis), ist es so wichtig,
dass nicht nur Schwangere,
sondern ganz besonders auch Frauen
mit Kinderwunsch frühzeitig
die Zufuhr an Folsäure
durch die Einnahme von Tabletten
erhöhen.
Studien
an mehr als 200.000 Frauen haben
belegt, dass mit der zusätzlichen
Einnahme von Folsäure diese Fehlentwicklungen
deutlich verringert werden können.
Nach Meinung von Fachleuten liegt
der tägliche Bedarf an Folsäure
bei etwa 400 µg, wird aber
in Deutschland über die Ernährung
meist nur etwa zur Hälfte erreicht.
Das
Vitamin ist an Zellteilungs-
und Wachstumsprozessen
und am Eiweißstoffwechsel
beteiligt. In einigen Ländern
wie zum Beispiel den USA werden
sogar Grundnahrungsmittel wie
Mehl aus diesem Grund mit Folsäure
angereichert.
Von
Natur aus reich an Folsäure sind:
Seit
1995 raten bereits die entsprechenden
Fachgesellschaften, dass Frauen,
die sich Kinder wünschen oder
nicht gezielt verhüten, täglich
400 µg Folsäure zusätzlich zu
der in der Nahrung enthaltenen
Folsäure zu sich nehmen sollten,
mindestens aber 4 Wochen vor der
Empfängnis und drei Monate danach.
Frauen, die bereits ein Kind mit
einem Neuralrohrdefekt haben oder
hatten, sollten in diesem Zeitraum
sogar täglich 4 bis 5 mg Folsäure
einnehmen.
Es gibt auch Hinweise darauf,
dass das Risiko anderer Fehlbildungen,
zum Beispiel Lippen-Kiefer-Gaumenspalten,
verringert ist.
Welche
Probleme können durch die Einnahme
von Folsäure auftreten?
Bei
Personen, die bestimmte Antiepileptika
einnehmen (Phenytoin, Pyrimidon,
Phenobarbital) kann die Wirksamkeit
durch Folsäure vermindert werden,
so dass eventuell eine Dosisanpassung
erfolgen muss.
Bei
Personen mit einer unzureichenden
Vitamin-B12-Versorgung (Ernährung
ohne tierische Lebensmittel),
können die auftretenden Blutbildveränderungen
durch Folsäuregaben maskiert werden,
so dass der Mangel erst zu spät
diagnostiziert wird. In der Regel
ist ein Vitamin-B12-Mangel bei
Personen unter 50 Jahren sehr
selten.
Fazit
Die
Versorgung der deutschen Bevölkerung
mit Folsäure ist immer noch
ungenügend und besonders
bei Frauen im gebärfähigen Alter
problematisch.
Pro Jahr kommen ca. 800 Kinder
mit schweren ZNS-Schäden auf die
Welt, wovon etwa 70 % durch
die rechtzeitige Gabe von Folsäure
vermieden werden könnten. Leider
haben Umfragen ebenfalls gezeigt,
dass nur ein sehr geringer Anteil
an Frauen, die schwanger werden
möchten, schon vor der Empfängnis
mit einer Folsäureeinnahme beginnen.

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Babybrei
Und
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um den Babybrei, die wir für
Sie zusammengestellt haben:
Vom
Stillen allein wird Ihr Baby nicht
mehr satt? Dann wird es Zeit,
dass Sie einzelne Milchmahlzeiten
durch Brei ersetzen.

Worauf
sollte man bei Fertigbrei achten?
-
Gut sind Gemüsebreie.
Sie enthalten viele Nährstoffe
und Vitamine.
-
Kartoffeln sind günstiger
als Reis und Nudeln.
-
Bei Getreidebrei sollten Sie
auf Vollkorn achten.
-
Allzu exotische Obstsorten
sollten Sie meiden.
-
Folgende Zutaten sollte der
Brei nur in geringen Mengen
enthalten:
- Salz,
- Gewürze,
- Zucker,
- Glucosesirup,
- Honig
und
- Dicksäfte.
-
Aus Sicherheitsgründen
sollten Sie deutschen Produkte
den Vorzug geben.

Welche
Vor- und Nachteile hat selbst
gekochter Brei?
-
Bei
frisch gekochtem Brei schmeckt
das Gemüse intensiver.
-
Sie
haben es selbst in der Hand,
was in den Brei kommt.
-
Die
Zubereitung dauert
natürlich länger
als bei einem Fertigbrei.
-
Fertigbreie
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Zutaten.
Wenn Sie selbst kochen, sollten
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Rezepte
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für selbst gekochten
Brei finden Sie hier:
Internet:
www.beikost.de

Ernährungsplan
Forschungsinstitut für Kinderernährung
Dortmund
Internet:
www.fke-do.de
Einen
ausführlichen Ernährungsplan
für das erste Lebensjahr
finden Sie hier:
Internet:
www.babyernaehrung.de